VII – Theaterliebe

Nach dem längsten Lockdown der “Klima der Angst”-Geschichte melden wir uns zurück mit Gulaschsuppe aus der Schillerklause. Es geht um die Unvollständigkeit, den Mangel, das Machen und das Zuschauen, Teilhabe statt Repräsentation, um Religion, um Streaming und schließlich um die Kunst als das Böse im Raum des Guten. Kurzum: Es geht um Theaterliebe – erfüllte wie unerfüllte und auf knarzenden Stühlen.

VI – Digitalisierung

Zwischen Berlin und Montréal sprechen wir ganz digital über Digitalisierung im Theater. Denn die Digitalisierung geht uns alle an, sagen alle. Also machen auch Theater digitales Theater – oder Theater digital. Vom Audiowalk über Online-Serien und Roboter bis hin zu SMS-Gefechten auf großen Bühnen reichen die Versuche der schwerfälligsten aller Künste mit der Gegenwart Schritt zu halten. Und für ein bisschen Zeitgenossenschaft wird sogar der alte Götze “leibliche Kopräsenz” zur Disposition gestellt. Aber: Lohnt es sich? Und klappt’s?

V – Dramaturgie

Es wird ernst: Wir sprechen über Dramaturgie. Einerseits ein Berufsfeld, das selbst die Ausübenden kaum beschreiben können, andererseits die Ordnung der (Theater-)Dinge. Zwischen den Polen Handlung und Rhythmus hangeln wir uns durch Definitionsversuche, Standortbestimmungen und Vorurteile vom Programmhefttext bis zum Kurator. Dank Shakespeare im Sommertheater landen wir inmitten von U und E. Das passiert, wenn der Wein aus Pappbechern kommt.

IV – Skandale

Das Theater scheint Skandale magisch anzuziehen. Woran liegt das? Oder ergötzen wir uns nur noch an den Theaterskandalen der Vergangenheit, während sie hier und heute ausgedient haben? In der vierten Folge schauen wir aus der Kantine des Hauses der Berliner Festspiele und mit Ulrich Rasche im Hintergrund auf das Theatertreffen 2019 zurück und klopfen es auf Skandalpotentiale ab. Unvermeidbar dabei: Sexismus, Blackfacing, Kulturkampf von Rechts. Und ein bisschen Kirche. Dazu deutscher Wein, der so tut, als wär er italienisch. Skandal!

III – Kritik

Kein Theater ohne Theaterkritik. Und keine Theaterkritik ohne Theater. In der dritten Ausgabe wagen wir uns an eine Hassliebe, der wir beide – aus unterschiedlichen Perspektiven – viel Freud und Leid verdanken. Dabei geht es um Kritiken als Währung im Theaterbetrieb, um ihre aktuellen Erscheinungsformen sowie ihre Bedeutung im zeitgenössischen Feuilleton, um die Herausforderungen vor denen die Theaterkritik heute steht – und nicht zuletzt um den Wein der Kantine des Berliner Ensembles.

II – Innovation

In der zweiten Ausgabe fallen die Masken der Protagonisten, denn wir sprechen über Innovation im Theater. Was soll das eigentlich sein? Und wie wichtig ist sie?
Ob Zufall oder Megatrend: Als Beispiel haben wir beide eine immersive Performance besucht. Wie innovativ und wie viel Theater die noch oder endlich waren – und ob sie uns genügend in Geiselhaft genommen haben, kann man hier an- und nachhören.

I – Schauspiel vs. Performance

Zum Auftakt widmen wir uns einem Kernthema der aktuellen Debatten ums Theater; der Gretchenfrage: Schauspiel oder Performance? Wie hältst du’s damit?