IX – Theaterstars

Wann ist ein Star ein Star? Und gibt es überhaupt Stars im Theater? Am Ende einer immer noch pandemiegebeutelten Spielzeit sinnieren wir über die mannigfaltigen Zusammenhänge zwischen Theater und Berühmtheit. So wie auf den Bühnen lange Startum fabriziert wurde, klappt das heute vielleicht nicht mehr. Ob darum dann gleich alle Theatersterne im Sinken begriffen sind oder sich die Bedeutung des Starseins schlicht wandelt – darüber scheint man unterschiedlicher Ansicht sein zu können. Und auch darüber, ob jemand überhaupt irgendwas draufhaben muss, um Star zu werden. Manch eine Aura des Theatererlebens jedenfalls, ist ohne Stars vielleicht nicht möglich. Oder das ist alles nur: Geniekultkitsch.

Links zur Folge:

Robert Wilson & Lucinda Childs: “I Was Sitting on My Patio This Guy Appeared I Thought I Was Hallucinating”

Pınar Karabulut & Sivan Ben Yishai: “Like Lovers Do (Memoirs of Medusa)”, Münchner Kammerspiele

Forced Entertainment: “Under Bright Light”

René Pollesch & Fabian Hinrichs: “Geht es dir gut?”, Volksbühne Berlin

VIII – Institution

Und da sind wir wieder – endlich einmal zu dritt. Nach einer weiteren Pandemiespielzeit kann das Theater wieder loslegen. Aber wie eigentlich? Unser Theaterpodcast “Klima der Angst” geht zurück an die Arbeit und widmet sich dem Thema “INSTITUTION”. Mit dabei bei diesem Parforceritt durch das Gemeinwohl, den Organisationsgrad, das Stadttheater, die Freie Szene und die Frage, wie viel Publikum man braucht, um Theater zu machen, ist dieses Mal die Regisseurin, Schauspielerin und Aktivistin Paula Thielecke. Wir sitzen im Innenhof des Maxim-Gorki-Theaters und ab Minute 8 reden wir sogar übers Thema. Als wir uns schon gediegen in den Feierabrend verabschieden wollten, meinte Paula, wir müssen noch dringend über Gewerkschaften reden. So ist das mit Gästen.
Viel Spaß.

VII – Theaterliebe

Nach dem längsten Lockdown der “Klima der Angst”-Geschichte melden wir uns zurück mit Gulaschsuppe aus der Schillerklause. Es geht um die Unvollständigkeit, den Mangel, das Machen und das Zuschauen, Teilhabe statt Repräsentation, um Religion, um Streaming und schließlich um die Kunst als das Böse im Raum des Guten. Kurzum: Es geht um Theaterliebe – erfüllte wie unerfüllte und auf knarzenden Stühlen.

VI – Digitalisierung

Zwischen Berlin und Montréal sprechen wir ganz digital über Digitalisierung im Theater. Denn die Digitalisierung geht uns alle an, sagen alle. Also machen auch Theater digitales Theater – oder Theater digital. Vom Audiowalk über Online-Serien und Roboter bis hin zu SMS-Gefechten auf großen Bühnen reichen die Versuche der schwerfälligsten aller Künste mit der Gegenwart Schritt zu halten. Und für ein bisschen Zeitgenossenschaft wird sogar der alte Götze “leibliche Kopräsenz” zur Disposition gestellt. Aber: Lohnt es sich? Und klappt’s?